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Wenn das Pflanzenöl, dass bei der Abpressung vom Eiweiß-Futtermitteln entsteht direkt als Treibstoff für Landwirte in örtlichen Maschinen genutzt wird, können damit regionale Wirtschaftskreisläufe gestärkt werden, und hunderte Arbeitsplätze geschaffen werden. Darüber hinaus trägt die Landwirtschaft auf diese Art und Weise bei, die globalen Kohlendioxidemissionen zu reduzieren. Daneben leistet dieses Modell einen Beitrag, dass die Landwirtschaft zu einem nachhaltigen Kreislaufmodell weiterentwickelt werden kann. Als weiterer Vorteil kann die globale Abhängigkeit von Erdöl- und Futtermittelimporten verringert werden. Dafür brauchen sowohl Landwirte als auch Ölmühlen und die Hersteller von landwirtschaftlichen Maschinen strategische und verlässliche gesetzliche Rahmenbedingungen.

Die Politik steht vor der Aufgabe, globale Probleme, wie die Senkung der Treibhausgase zu lösen und gleichzeitig die lokalen Herausforderungen, wie die Stärkung der regionalen Wirtschaft, die Energiesicherheit, die Senkung der Importabhängigkeit und das Etablieren eines nachhaltigen Wirtschaftswachstums im Fokus zu behalten. In der Landwirtschaftspolitik gibt es einen Weg, die oben genannten Ziele zu erreichen. Der Weg liegt darin, in der Landwirtschaft reines Pflanzenöl als Treibstoff für landwirtschaftlichen Maschinen einzusetzen. Technisch kann diese Idee heute problemlos realisiert werden. Der Landwirt baut auf ca. 10 % seiner Ackerfläche Ölpflanzen an. Diese werden in einer lokalen Ölmühle verarbeitet, daraus entstehen rund ein Drittel Pflanzenöl und zwei Drittel Presskuchen. Den Presskuchen kann der Landwirt als hochwertiges Eiweißfuttermittel an seine Tiere verfüttern, das Pflanzenöl nutzte er als Treibstoff für seine Maschinen. Das zeigt, dass die Produktion von Eiweißfuttermitteln und Öl immer unmittelbar zusammenhängt und auch verwertbar ist. Dabei ist mittlerweile durch Motorenentwicklung und diverser Normierungsverfahren sichergestellt, dass die Maschinen mit diesem Treibstoff problemlos betrieben werden können. Welche Vorteile können daraus erwachsen?

 

Stärkung regionaler Wirtschaftskreisläufe

Damit kann sichergestellt werden, dass der allergrößte Teil der Wertschöpfungskette der regionalen Wirtschaft zugutekommt. Denn dezentrale Ölmühlen sind Musterbeispiele für regionale Wirtschaftskreisläufe, sie bilden mit Hilfe des Landwirts einen geschlossenen Wirtschaftskreislauf, die Gelder für den Import von Futter und Treibstoffen bleiben in der Region. Mit dem Konzept des Eigenverbrauchs erhalten dezentrale Ölmühlen ein funktionierendes Geschäftsmodell, Arbeitsplätze können geschaffen werden. Dies käme vor Allem strukturschwachen Regionen sehr zugute. Kleine und mittlere landwirtschaftliche Betriebe könnten davon besonders profitieren, denn der erwirtschaftete Mehrwert bleibt unmittelbar auf dem Hof und kann zu 100% reinvestiert werden.

 

Senkung der CO2 Emissionen

Durch die kurzen Wege und den Verzicht der weiteren chemischen Bearbeitung des Treibstoffs handelt es sich um ein sehr effizientes und damit ökologisch nachhaltiges Kreislaufmodell. Damit verbundenen sind die sehr hohen Treibhausgaseinsparungen. Da kein Erdöl benötigt wird, können die Klimaziele der Regierungen und die globalen CO2-Emissionsziele schneller erreicht werden.

 

Nachhaltiges Wirtschaftswachstum

Die Landwirtschaftspolitik nimmt einen besonderen Stellenwert ein, da sie die Nahrungsversorgung der Menschen sicherstellen soll. Langfristig kann die Nahrungsversorgung nur sichergestellt werden, wenn sie auf einem nachhaltigen Modell basiert und als ein geschlossenes Kreislaufsystem funktioniert, das ökonomisch sinnvoll und sozial verantwortbar ist und dabei Land, Wasser und genetische Ressourcen für künftige Generationen bewahrt. Mit dem momentanen hohen Einsatz von Erdöl als Treibstoffgrundlage ist dieses Modell nicht realisierbar. Im Pflanzenölkreislauf kann der Treibstoff für die Maschinen als “veredelte und verdichtete Sonnenenergie” verstanden werden. Damit ist ein nachhaltiger und wirtschaftlich sehr attraktiver Einsatz von dringend benötigtem Treibstoff für Maschinen in der Landwirtschaft möglich.

 

Energiesicherheit

Wenn der Landwirt seinen Treibstoff selbst herstellen kann, wird er in diesem Bereich unabhängig von den Weltmärkten und gleichzeitig von den fossilen Energieträgern. Damit erreicht er einerseits die Gewissheit, dass seine Energieversorgung auch in Zukunft auf sicheren Beinen steht, zum anderen kann er die Kosten seiner Treibstoffe auch für die nächsten Jahre zuverlässig kalkulieren. Diese Planungssicherheit ist eine Grundlage für das Fortbestehen der bäuerlichen Betriebe.

 

Was brauchen die Marktteilnehmer von der Politik?

Im neuen Landwirtschaftsprogramm der EU ist eine nachhaltige Landwirtschaft erwünscht und ist auch finanziell unterlegt. In der Politik könnten nun die Weichen so gestellt werden, dass für die Landwirte diese Zukunftsvision erreichbar wird. Siehe dazu die Analyse, die Herr Häusling, MEP herausgegeben hat.

Daher bedarf es jetzt einer Gesetzgebung, die eindeutig nachhaltig und erneuerbar ausgerichtet ist und in allen europäischen Ländern dezentrale Wirtschaftsweisen unterstützt.

Damit einher geht die Stärkung einer kleingliedrigen Landwirtschaft. Landwirte, Maschinenhersteller und Ölmühlen benötigen strategische Landwirtschaftsprogramme über größere Zeiträume, die eben diese regionale und nachhaltige Landwirtschaft fördern.

 

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