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Für Landwirte

Der Einsatz von reinem Pflanzenöl als Treibstoff in der Landwirtschaft wäre heute technisch problemlos machbar. In der Landwirtschaft würde damit viel weniger CO2 ausgestoßen und die regionale Wirtschaft durch selbst angebaute Ölfrüchte gestärkt. Zusätzlich gäbe es den Landwirten die Chance, Kosten zu sparen, die eigene Planungssicherheit zu erhöhen und Abhängigkeiten zu verringern.

Die Landwirtschaft muss wie alle Teile der Gesellschaft ihren Beitrag zur Senkung von Treibhausgase leisten. Gleichzeitig erschweren unsichere Rahmenbedingungen wie stark schwankende Absatzmärkte, steigende Treibstoffkosten, steigender weltweiter Wettbewerb und die Auswirkungen des Klimawandels der Landwirtschaft ihre Aufgabe, die Menschen auf der ganzen Welt mit Lebensmitteln zu versorgen. Auf solche und andere Herausforderungen muss jeder Landwirt selbst reagieren und Lösungen finden.

Für eines der Probleme, der Abhängigkeit vom Erdöl mit allen seinen Folgen gibt es für die Landwirtschaft eine Lösung: reines Pflanzenöl. Die Ölsaat tragende Pflanze wird auf dem eigenen Acker angebaut und in einer eigenen oder nahegelegenen Ölmühle gepresst. Der Presskuchen wird als eigenes, hochwertiges Futtermittel verwendet, das Öl direkt in den Traktor getankt.

Früher gab es häufig berechtigte Bedenken der Landwirte, dass das Pflanzenöl die Motoren der Schlepper beschädigen könnte. Auf diese Bedenken haben einige Traktorenhersteller reagiert. Man kann heute in manchen Regionen schon Traktoren direkt vom Hersteller (John Deere und Fendt) kaufen, die mit reinem Pflanzenöl betrieben werden. Zudem wurde inzwischen eine DIN- Qualitätsnorm für Pflanzenöl als Treibstoff erarbeitet. Diese garantiert, dass die Maschinen das ganze Jahr hindurch zuverlässig und ohne Einschränkung betrieben werden können.

Der Einsatz von Pflanzenöl in Traktoren ermöglicht Landwirten zahlreiche weitere Vorteile:

 

Kosten sparen:

Auch wenn der Erdölpreis starken Schwankungen unterliegt, hat sich in den letzten Jahren doch eine klare Tendenz nach oben gezeigt. Diese Entwicklung ist naheliegend, spiegelt sie doch die Endlichkeit des Erdöls wieder. Auch wenn weltweit fieberhaft nach weiteren Erdölvorkommen gesucht wird, wird der Preis schon aufgrund der teureren Fördermethoden mittel- bis langfristig weiter ansteigen. Je früher also eine wirtschaftliche Alternative gefunden wird, umso früher können sich Landwirte ihren Wettbewerbsvorteil durch geringere Treibstoffkosten sichern. Dabei gibt es bereits eine Marktentwicklung, die aufhorchen lässt. Vergleicht man den Nettopreis von Diesel (ohne Steuern) mit dem von Rapsöl stellt man fest, dass von Juli 2013 bis November 2014 der Preis von Rapsöl unter dem Nettopreis von Diesel lag und sich unter diesem Niveau hielt. Erst der überraschend starke Fall des Erdölpreises hat diesen Trend im Moment gestoppt. Nun ist die Entwicklung in der Vergangenheit keine Sicherheit für die Zukunft, sie zeigt aber, dass hier ein Trend sichtbar wird: Pflanzenöl war in letzter Zeit durchaus billiger als Diesel.

Rapsoel und Diesel

 

 

EU-Länder wie Deutschland oder Österreich besteuern den Gebrauch von Pflanzenöl in der Landwirtschaft nicht, während der Gebrauch von Diesel in der Landwirtschaft z.B. in Deutschland mit rund 25 ct/l versteuert wird. So lag für den Landwirt auch in der Billigphase des Erdöls der Pflanzenölpreis unter dem Dieselpreis.

Die folgende Grafik stellt die Situation in Deutschland dar.

Rapsoel und Agrardiesel

 

Planungssicherheit erhöhen

Erdöl unterliegt Preisschwankungen auf hohem Niveau. Dies hat zur Folge, dass die Treibstoffkosten der nächsten Jahre nur schwer kalkulierbar sind. Würde die Ölpflanze für den Treibstoff auf dem eigenen Acker angebaut werden, könnten die Kosten sehr zuverlässig berechnet werden. Zwar schwankt auch der Preis für Ölsaaten und damit die Gewinnhöhe durch den Eigenverbrauch des Öls und des Futters, doch gerade in Zeiten unsicherer Erdölmärkte kann eine Verringerung des Kostenrisikos kaum hoch genug eingeschätzt werden. Zudem ist es ein gutes Gefühl, die Energieversorgung am Hof in eigenen Händen zu haben, komme was wolle.

 

Abhängigkeit bei Futtermitteln verringern

Werden in der Landwirtschaft in Zukunft mehr Eiweiß- und Ölpflanzen angebaut, kann die Abhängigkeit der Eiweißimporte aus Nord- und Südamerika verringert werden. Werden Öl- und Eiweißpflanzen am Hof angebaut und zu einer lokalen Ölmühle gebracht, entsteht durch Pressung der Saat zu rund 2/3 Eiwenßpresskuchen (Expeller), der in der Fütterung eingesetzt wird. Als Nebenprodukt fällt rund 1/3 als Pflanzenöl an. Dieses kann als Treibstoff für die eigenen Maschinen eingesetzt werden. Dafür ist im Durchschnitt lediglich ein Anteil von 10 % der Ackerfläche notwendig. In dem Maße wird aber auch die Abhängigkeit von der Mineralölindustrie verringert. Ihre Traktoren brauchen von Exxon, Shell, BP und anderen in Zukunft höchstens noch Schmiermittel. Und selbst dafür gibt es schon Produkte, die mineralölfrei sind.

 

Nachhaltig handeln

Wer seine Traktoren mit dem Pflanzenöl vom eigenen Acker betreibt, spart dadurch entsprechend Treibhausgas ein. Denn zum einen wächst die Pflanze jedes Jahr wieder nach und produziert durch die Energie der Sonne das Öl. Darüber hinaus kann dank der neuen Traktoren, die heute mit Common-Rail-Technik fahren, auf eine energieintensive und daher im Sinne der Treibhausgasemissionen wenig sinnvolle Umwandlung des Pflanzenöls zu anderen „Biotreibstoffen“ , die in der Vergangenheit diskutiert wurden, verzichtet werden. Die Energiebilanz mit dem „Reststoff“ Öl aus der Eiweißherstellung ist optimal. Da es sich dabei um regionale Kreisläufe handelt, kann der Treibstoff und das Eiweiß-Futter über sehr kurze Strecken zur Ölmühle und zurück an den Hof transportiert werden – die Produkte verbleiben am Ort der Herstellung.

 

 

 

 

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